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Burgen am Rhein

Brömserburg

Direkt an der Rheinstrasse in Rüdesheim am Rhein liegt die Brömserburg.

Ursprünglich hieß die Brömserburg "Niederburg", war Zollstation und über Jahrhunderte im Besitz der "Ritter von Rüdesheim". Wann die Burg gebaut wurde ist nicht genau bekannt. Aber Vorläufer bestanden schon im 9. und 10. Jh.
1539 starben die Ritter von Rüdesheim aus und die Ritter Brömser erhielten die Burg als Lehen.

In der Mitte des 17 Jh. endete auch das Geschlecht der Brömser und die von Metternichs traten an ihre Stelle.
Im 30jährigen Krieg wurde die Burg stark demoliert. 1811 erwarb Karl Joseph von Ingelheim die Brömserburg und baute sie zu einer Wohnburg im Stil der damaligen Zeit aus.
1941 kaufte die Stadt Rüdesheim die Brömserburg und brachte dort das Weinmuseum unter.

Öffnungszeiten: Mitte März bis Mitte November täglich 9.00 bis 18.00 Uhr.


Ruine Ehrenfels

Rheinabwärts zwischen Rüdesheim am Rhein und Assmanshausen liegt die Ruine Ehrenfels. Sie wurde zu Beginn des 13. Jh. als Zollburg durch den Mainzer Erzbischof erbaut. Im 14. Jahrhundert erfolgte ihr Ausbau zur zeitweiligen Residenz und als Fluchtburg für den Erzbischof und den Domschatz.

Den 30jährigen Krieg uberlebte die Ehrenfels unbeschadet, wurde jedoch dann im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 von den Truppen Ludwigs des XIV

zerstört. 1866 gelangte die Burg mit Nassau zu Preußen. Seit 1945 gehört die Ruine dem Land Hessen. Mit großem finanziellen Aufwand wurde die Ruine in den letzten Jahren restauriert. An manchenTagen ist sie für Besucher zugäglich. Von den malerischen Doppeltürmen aus genießt man einen der schönsten Ausblicke auf das Rheintal.

Mäuseturm

Mitten im Rhein gegenüber der Ehrenfels liegt der Mäuseturm, der zum Zollsystem der Ehrenfels gehörte. Die Ursprünge gehen jedoch auf die Römer zurück, die hier im Rhein schon einen Turm errichtet haben sollen.
968 ließ der Erzbischof Hatto II. die vorhandene Ruine zu einer kleinen Wasserburg ausbauen. Von diesem hat der Turm auch seinen Namen, da Hatto der Sage nach von Mäusen hierher getrieben und aufgefressen worden war.
Ab 1298 wurde der Turm in das Zollsystem der Burg Ehrenfels
einbezogen.

1689 wurde der Turm zerstört und erst 1855 durch den preußischen Staat als Singnalturm für die Rhein- schiffahrt wieder aufgebaut. Nachdem das Binger Loch von seinen Riffresten befreit worden war, wurde der Turm 1974 außer Dienst gestellt. Eine Besichtigung ist leider nicht möglich.

Burg Rheinstein

Die ehemalige Raubritterburg liegt gegenüber von Assmannshausen.
Die Geschichte der Burg ist über 1000 Jahre alt. Um 900 wurde die Burg als Zollstätte für das Reich erbaut. Kaiser Otto II. schenkte sie dem Erzbistum Mainz. Sie wurde im 11. und 12. Jahrhundert zur Schutzburg ausgebaut. Den historischen Höhepunkt erlebte die Burg 1282-1286 als hier Kaiser Rudolf von Habsburg Gericht über die Raubritter vom Rhei
n hielt.

In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Burg vielfach den Besitz und verfiel langsam. Als 1632 die Schweden durch das Linksrheinische zogen, war die Burg schon zur Ruine verfallen.
1823 kaufte Friedrich Wilhelm Ludwig kgl. Prinz von Preußen, ein Neffe des Königs, die Burg und läßt sie zu einem romantischen Adelssitz ausbauen. Er nennt sie fortan Rheinstein, wegen ihrer imposanten Felsenlage.
Die Burg ist heute in Privatbesitz und kann von März bis November täglich von 9.00-19.00 Uhr besichtigt werden.
Übernachtungmöglichkeit und ein Rittersaal für Gruppenfeste sind ebenfalls vorhanden. Eine Reservierung ist unbedingt erforderlich.

Burg Reichenstein

Linksrheinisch über Trechtingshausen liegt die Burg Reichenstein. Die Entstehung der Burg geht auf das frühe 11. Jahrhundert zurück. Damals gehörte die Gegend zu dem Kloster Kornelimünster bei Aachen, das zur Verwaltung hier Vögte einsetzte. Einer dieser war Ritter Rheinbodo, der als schlimmer Raubritter wütete und deshalb abgesetzt wurde. Dennoch waren auch unter seinen Nachfolgern eine Menge Raubritter. Schon 1253 wurde die Rheinfels durch ein Heer des Rheinischen Städtebundes zerstört, um dem Raubrittertum ein Ende zu bereiten. Wiederaufgebaut ging das Rauben und Morden jedoch weiter, bis 1282-1286 Kaiser Rudolf

von Habburg diesem endgültig ein Ende setzte. In der Folgezeit verfiel die Burg zur Ruine. Erst mit Beginn der Romantik im 19. Jahrhundert änderte sich dies und die Reichenstein wurde allmählich wieder aufgebaut.Schließlich erwarb der Industrielle Nicolaus Kirsch-Puricelli  die Burg und baute sie bis 1902 nach alten Plänen wieder auf.
Die Burg ist vom 1.März bis zum 15.November täglich von 10.00 bis 19.00 Uhr zu besichtigen. Im Winter nach Vereinbarung. Außerdem beherbergt die Reichenstein ein gutes Burgrestaurant.

Eine ausführliche Beschreibung der Burgen von Rüdesheim am Rhein bis Koblenz finden Sie auf unserer
CD "Burgen am Rhein"

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Zuletzt aktualisiert am 02/03/2004 14:53:56
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